Dran Gerüttelt


Treibt die Pandemie uns in ein magisches Denken hinein? Oder weist das Geschehen auf eine bestimmte, dem Menschen typische Anfälligkeit hin? Geht es hierbei vielleicht um die Erfahrung einer Hilflosigkeit einer außermenschlichen Intelligenz gegenüber, die uns angreift und ihre Interessen offenbar sehr erfolgreich durchzusetzen versteht? So lässt sich das pandemische Geschehen jedenfalls auch beschreiben.

Corona und das fehlende Bild
Werner Mikus
12. Dezember 2021

Vampire befallen uns, sie drehen uns um und machen uns ebenfalls zu solchen, wenn Sie uns gebissen und unser Blut gesaugt und dieses mit dem Ihrigen infiziert haben. Wir können andere dann auch anstecken und diese ob wir es wollen oder nicht ebenfalls zu Opfern und Gefolgsleuten machen. Die klassischen Vampirfilme bieten einen interessanten Stoff, unsere Ängste mit der Pandemie und dem Corona-Virus einmal kritisch in den Blick zu nehmen.

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Der Sage nach wurde in der Stadt Hameln ein Flötenspieler engagiert, um eine Rattenplage zu beseitigen. Die Hamelner wollten in ihm nur den Entsorger sehen. In ganz ähnliche Verhältnisse kann auch der Erzieher im Aufgabenfeld einer Kita geraten. Die Einladung und der Wunsch, an den Entgrenzungen der kindlichen Unbeschwertheit unmittelbar teilhaben zu können, bringen ihn in eine Situation in der das Begrenzen als Thema übermächtig wird. Kreative Ideen, wie das Aufräumen mit einem Singen zu verbinden, geraten schnell in den Verdacht, dem erzieherischen Auftrag nicht gerecht zu werden. Allzuvieles, was andrängt, muss ausgeklammert werden. An anderer Stelle meldet es sich dann aber ungefragt wieder zurück. So steigt das Potenzial des Unerwünschten. Der Erzieher sieht sich so zunehmend als jemand, der nur dazu da ist, das Störende zu beseitigen. Wie der Rattenfänger von Hameln, weiß er sich nicht in seinen Möglichkeiten gesehen und gewertschätzt. Der folgende Beitrag macht diese Zusammenhänge am Beispiel einer psychologisch begleiteten Führung einer Kitagruppe sichtbar.

Erfahrungen zur Arbeit und zur Haltung in einer Kitagruppe
Claudia Fiedler (Redaktion: Markus Buschkotte, Werner Mikus)
17. Januar 2020

Im Zuge meiner Weiterbildung zum Projekt-Coach sind mir bestimmte Probleme bewusst geworden, die sich für die Gruppenleitung in einer Kindertagesstätte allgemein auftun. Ich ging davon aus, dass die Aufgabe einer solchen Gruppenleitung nur über eine Haltung zufriedenstellend bewältigt werden kann. Im Folgenden werde ich versuchen, die besondere Herausforderung einer solchen Arbeit (Gruppenleitung in einer Kita) am Beispiel meiner eigenen Erfahrung mit einem Bild in Zusammenhang zu bringen, dass sich mir unfreiwillig aufgedrängt hatte und mir in Bezug auf eine wünschenswerte Haltung zunächst als sehr unpassend erschien.

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